Beton kann Leben retten ...
... zum Beispiel in Form von Betonschutzwänden entlang von Straßen. Aufgrund ihrer hohen Steifigkeit weisen Schutzwände aus Beton eine sehr hohe Durchbruchsicherheit auf. Von der Fahrbahn abkommende Fahrzeuge werden aufgehalten und abgeleitet, ohne die Wand zu durchbrechen. Betonschutwände können aus Ortbeton oder aus Betonfertigteilen erstellte werden.
Dieses geschlossene Schutzsystem kann nicht unterfahren werden. Dadurch sind auch niedrige Autos und Motorräder optimal abgesichert sind und benötigen keine Zusatzkonstruktion am System, wie sie nach RPS ggf. gefordert werden. Ein weiterer Vorteil dieser passiven Schutzeinrichtungen ist ihre gute Erkennbarkeit bei Nacht.
Auf dem Markt sind verschiedene geprüfte Systeme verfügbar. Die wichtigsten Parameter zur Definition einer Betonschutzwand sind
- die Aufhaltestufe (z. B. H2) und
- der Wirkungsbereich.
Alle geprüften Betonschutzwände erfüllen mindestens den Standard "H2". Für besondere Beanspruchungen werden Wände gemäß Aufhaltestufe "H4b" verwendet.
Die Vorteile auf einen Blick:
- Kontrolliertes Aufhalten und Umlenken anfahrender Fahrzeuge
- Hohe Durchbruchsicherheit
- Lange Lebens- und Nutzungsdauer
- Geringe Unterhaltungskosten
- Gute Erkennbarkeit bei Dunkelheit
- Optimaler Blendschutz
Ein weiteres Kriterium ist der ASI-Wert. Dieser Wert beschreibt die Anprallheftigkeit und ist eine theoretische Kennzeichnung zur Abschätzung der körperlichen Beanspruchung der Fahrzeuginsassen. Die Abkürzung ASI steht dabei für "Acceleration Severity Index", auf deutsch "Index für die Schwere der Beschleunigung". Auch wenn der ASI-Wert nur eine eingeschränkte Aussagekraft hinsichtlich der Verletzungsschwere von Fahrzeuginsassen hat (siehe auch Sturt und Fell), wird den Betonschutzwänden mit Aufhaltestufe H2 die Anprallheftigkeitsstufe B (ASI-Wert B) zugeordnet.

